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Weihnachten im S-Bahn-Museum

Museum bleibt 2017 geschlossen wegen Umzug der Dauerausstellung nach Berlin
Am 10.12.16 12-18 Uhr gibt es als Abschied und Dankeschön einen Weihnachtsmarkt im Museum
Wir hoffen 2018 an neuem Ort neu zu eröffnen. mehr

Berliner S-Bahn-Museum
Wir über uns

Seit 1980 tragen wir wertvolle technische und stadtgeschichtliche Gegenstände der Berliner S-Bahn zusammen. Die Idee lag nahe, ein "richtiges" Museum dafür einzurichten. Und seit 1997 können die Besucher in dem ausgedienten S-Bahn-Unterwerk Griebnitzsee auch alles anfassen. Früher standen dort mal die großen Transformatoren und Gleichrichter, die den Strom für die S-Bahn lieferten. Heute gibt es hier von der Fahrkarte bis zum Fahrplan, vom Signal bis zum Stellwerk alles zu sehen. Das ist Technik zum erleben - das begeistert! Zum Beispiel der Fahrkartenautomat aus Uromas Zeiten, als der Fahrschein für die 3. Klasse noch 2 Groschen kostete. Dazu liefert eine interessanten Dokumentation auf Schautafeln einen Überblick über die Berliner S-Bahn.

Bevor das Museum gegründet wurde, trugen die Mitglieder des Berliner Fahrgastverbandes IGEB e.V. die Sammlung in jahrelanger Kleinarbeit zusammen. Vor allem, als der Senat 1984 die S-Bahn in West-Berlin übernommen hatte und Strecken stillegte oder modernisierte. Beides bedeutete den unwiederbringlichen Verlust alter Schilder, Signale, Bahnsteigaufbauten -- überhaupt des besonderen Charakters der Berliner S-Bahn. Denn die stummen Zeitzeugen verschwanden durch Erneuerung, Witterung oder Vandalismus. Die IGEB und der Berliner Schienenverkehrs-Verband retten das "überflüssige" Material. Dabei wurden sie von der Verwaltung des ehemaligen Reichsbahnvermögens (VdeR, heute das Bundeseisenbahnvermögen) und von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) unterstützt. Das alles geschah zunächst im Verborgenen.

Als die Sammlung immer größer wurde, war auch der Wunsch da, diese Exponate einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Idee eines Museums war geboren. Doch es fehlten die Räume, um den ständig wachsenden Fundus dauerhaft zu zeigen. Mit den Räumen im Umspannwerk Griebnitzsee haben wir einen geeigneten Platz gefunden. Weil die Entwicklung bei der Berliner S-Bahn niemals abgeschlossen sein wird, gibt es auch nie "die fertige Ausstellung". Immer wieder kommen neue Dinge hinzu. Das Museum wird also immer wieder neues zu bieten haben.

Die Ausstellung soll zum einen die Technik zeigen, wie beispielsweise Signale, Fahrkartendrucker oder ein elektro- mechanisches Stellwerk. Auch viele Bahnhofschilder sind dabei, so von einigen Stationen, die längst nicht mehr den angeschrieben Namen tragen. Nur zwei Beispiele: Marx-Engels-Platz (vorher Börse, jetzt Hackescher Markt) oder Ernst-Thälmann-Park (vorher und heute wieder Greifswalder Straße). Zum anderen gibt es auch etwas über die Menschen zu sehen, die bei der S-Bahn arbeiteten und natürlich auch über jene, die sie in den vielen Jahrzehnten täglich benutzten.

Die Darstellung soll keine akademische Präsentation von Gegenständen sein, die aus dem Zusammenhang gerissenen sind. Vielmehr soll sie die Atmosphäre von Zügen, Bahnhöfen und natürlich auch von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vermitteln. Die lebendige Darstellung beginnt schon mit dem Ausstellungsort, der sich in unmittelbarer Nähe der früheren Mauer und des ehemaligen Grenzbahnhofs zwischen Berlin und Potsdam befindet.

Die Ausstellung ist in thematisch gestaltete Bereiche gegliedert. So steht beispielsweise die Hebelbank eines Stellwerks in einem eigens so hergerichteten Raum. Fahrkarten liegen an einer Fahrkartenausgabe, an deren Wand ein passender Eisenbahn-Kalender hängt und wo auf dem Frühstückstisch die Eisenbahnerzeitung "Fahrt Frei" liegt. Neben den unmittelbar zur S-Bahn gehörenden Objekten sind zeitgenössische Gegenstände des Alltags deshalb ebenso wichtig. Möglichst viele Objekte werden in voller Funktion gezeigt. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes "begreifbar".

Eine interessante Aufgabe des Museums ist die Dokumentation der bisherigen Entwicklung der S-Bahn in Ost und West. So wird gezeigt, wie sich unter verschiedenen gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen die Berliner S-Bahn entwickelte. Weil die Entwicklung ständig voranschreitet, werden im S-Bahn-Museum zukünftig Ausstellung und Diskussionen zu aktuellen Planungen veranstaltet -- es soll ein Forum für die Verkehrsplanung in Stadt und Region bieten.


Selbstverständlich sucht das Museum ständig neue Mithelfer, auch Geld- und Sachspenden sind willkommen. Das Museum wird von ehrenamtlichen Mitarbeiter betreut und erhält keine finanzielle Unterstützung durch öffentliche Stellen.

Dank der Unterstützung vieler Privatpersonen und der S-Bahn Berlin GmbH können wir Ihnen heute einen beachtlichen Teil unserer Sammlung zeigen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


www.s-bahn-museum.de - letzte Aktualisierung: 13.8.2009

© Berliner S-Bahn-Museum GbR